Agentur-Projektmarge berechnen – ohne Scheingenauigkeit
Formel, Kostenbasis, Festpreis- und Stundenmodelle: Projektmarge für Agenturen richtig berechnen und Datenlücken offenlegen.
Projektprofitabilität ist mehr als Umsatz minus irgendein Stundensatz. Eine brauchbare Auswertung muss zeigen, welche Umsatzbasis verwendet wurde, welche Kosten tatsächlich vorliegen und an welchen Stellen Annahmen einspringen.
Beginne mit der Umsatzbasis: festes Honorar, freigegebenes Budget oder explizit abrechenbare Stunden zum passenden Satz. Davon ziehst du die Delivery-Kosten der erfassten Zeit ab. Der resultierende Deckungsbeitrag zeigt, was vor Gemeinkosten und Steuern aus dem Projekt übrig bleibt.
Parallel dazu prüfst du Stundenbudget und Iststunden. Die Budgetauslastung erklärt häufig, warum eine rechnerisch gute Kalkulation im Verlauf kippt.
Billable beschreibt, ob Zeit grundsätzlich berechnet werden darf. Billed oder Invoiced beschreibt, ob sie tatsächlich einer Rechnung zugeordnet wurde. Fehlt der zweite Status, darf eine Profitabilitätsanalyse keinen offenen Abrechnungswert erfinden.
Ein Wert von 0 € wäre ebenfalls irreführend: Er sähe wie ein geprüftes Ergebnis aus, obwohl die notwendige Information gar nicht vorhanden war.
Prüfe je Projekt, ob Honorar, Stundenbudget, Kosten-, Billable- und Invoiced-Status sowie Abrechnungssätze vorhanden sind. Fallbacks sind zulässig, wenn sie als Annahmen sichtbar bleiben.
Eine gute Auswertung nennt deshalb nicht nur die Marge, sondern auch ihre Coverage: Welche Stunden sind klassifiziert, welche Sätze stammen aus der Datei und welche wurden ergänzt?
Exportiere einen abgeschlossenen oder weit fortgeschrittenen Zeitraum, ergänze bei Bedarf eine schlanke Budgetdatei und kontrolliere die automatische Spaltenzuordnung. Prüfe zuerst Projekte über Budget, dann negative oder niedrige modellierte Margen und erst danach explizit bekannte offene Fakturierung.
ScopeLedger verarbeitet diese Dateien lokal im Browser und trennt wirtschaftliche Befunde von Datenlücken. So entsteht eine priorisierte Prüfliste statt einer scheinpräzisen Managementzahl.
Nutze die Ergebnisse als Ausgangspunkt für eine operative Prüfung, nicht als Buchhaltungsabschluss.
Dateien bleiben im Browser. ScopeLedger zeigt Datenlücken ausdrücklich an.