Agentur-Projektmarge berechnen – ohne Scheingenauigkeit
Formel, Kostenbasis, Festpreis- und Stundenmodelle: Projektmarge für Agenturen richtig berechnen und Datenlücken offenlegen.
Dieser Guide betrachtet den absoluten Eurobetrag, nicht die prozentuale Projektmarge. ScopeLedger bezeichnet Umsatzbasis minus die im Modell berücksichtigten Delivery-Kosten als modellierten Projektdeckungsbeitrag. Diese Projektkennzahl ist bewusst enger als eine vollständige betriebliche Deckungsbeitragsrechnung.
Der Deckungsbeitrag ist ein Geldbetrag. Die Marge setzt diesen Betrag ins Verhältnis zur Umsatzbasis. 2.000 € Deckungsbeitrag können bei 4.000 € Umsatz 50 % Marge bedeuten, bei 10.000 € Umsatz aber nur 20 %.
Beide Kennzahlen beantworten unterschiedliche Fragen: Wie viel bleibt übrig – und wie effizient war die Umsatzbasis?
ScopeLedger bewertet Delivery-Zeit mit Kostenraten. Nicht automatisch enthalten sind etwa Miete, Geschäftsführung, Vertrieb oder projektspezifische Fremdkosten, sofern sie nicht in den Raten stecken. Deshalb lautet die Kennzahl modellierter Deckungsbeitrag.
Welche weiteren Kosten anschließend berücksichtigt werden müssen, hängt von der betrieblichen Kostenrechnung ab. Der ScopeLedger-Wert ist daher weder automatisch Unternehmensgewinn noch mit einer bestimmten betrieblichen Deckungsbeitragsstufe gleichzusetzen.
Ein Projekt hat 6.000 € Honorar. 80 erfasste Stunden werden mit durchschnittlich 55 € Kosten bewertet. Delivery-Kosten: 4.400 €. Modellierter Deckungsbeitrag: 1.600 €. Modellierte Marge: rund 27 %.
Wenn 20 dieser Stunden mangels tatsächlichem Kostensatz einen Fallback verwenden, bleibt die Rechnung nachvollziehbar, aber ihre Datenqualität ist eingeschränkt.
Ein niedriger Deckungsbeitrag sagt noch nicht, warum das Projekt kippt. Vergleiche Ist- und Budgetstunden, kontrolliere Scope-Änderungen, Korrekturschleifen, interne Arbeit, Honorar und Kostenbasis.
Dateien bleiben im Browser. ScopeLedger zeigt Datenlücken ausdrücklich an.