Nicht abgerechnete Stunden korrekt finden
Warum Billable nicht automatisch uninvoiced bedeutet und welche Daten für einen belastbaren offenen Abrechnungswert nötig sind.
Billable und fakturiert beantworten zwei verschiedene Fragen. Wer sie gleichsetzt, produziert falsche offene Stunden und falsche Umsatzannahmen.
Billable bedeutet: Die Zeit darf nach der im System gepflegten Klassifikation grundsätzlich gegenüber einem Kunden berechnet werden. Das Flag kann an Zeit, Aufgabe oder Projekt hängen.
Es beweist weder, dass eine Rechnung erstellt wurde, noch dass sie bezahlt wurde.
Billed/Invoiced bedeutet: Der Eintrag wurde einem Rechnungsprozess oder einer Rechnung zugeordnet. Auch dieser Status ist nicht zwingend gleichbedeutend mit bezahlt.
Für potenziell offene Fakturierung braucht ScopeLedger deshalb explizit billable und explizit nicht fakturiert.
Jedes relevante Feld hat true, false oder unknown. Fehlende Spalten, leere Zellen und nicht interpretierbare Werte bleiben unknown. Unknown wird weder den Billable- noch den Non-Billable-Stunden zugeschlagen.
Coverage zeigt, wie viel der Zeit wirklich klassifiziert ist.
Toggl Track dokumentiert im Detailed Report einen Billable-Status; der normale Zeitexport ist damit nicht automatisch ein Fakturierungsnachweis. Harvest bietet zusätzlich einen Uninvoiced Report und kann Einträge im Detailed Time Report als invoiced oder uninvoiced führen. Clockify exportiert Billable-Status und Raten im Detailed Report; Invoiced-Status hängt von aktivierten Invoicing-Funktionen und der gewählten Report-Konfiguration ab.
Prüfe deshalb immer die tatsächlichen Spalten deines Exports, nicht nur den Namen des Tools.
Billable heißt darf berechnet werden. Invoiced heißt wurde fakturiert. Paid heißt wurde bezahlt. Für jede Aussage braucht es das passende Feld.
Dateien bleiben im Browser. ScopeLedger zeigt Datenlücken ausdrücklich an.