Projektprofitabilität in Agenturen belastbar prüfen
So verbindest du Honorar, Delivery-Kosten, Stundenbudget und Datenqualität zu einer belastbaren Projektprofitabilitätsanalyse.
Die Formel ist kurz: Marge = Deckungsbeitrag geteilt durch Umsatz. Die eigentliche Arbeit steckt in einer sauberen Umsatz- und Kostenbasis.
Deckungsbeitrag = modellierter Projektumsatz minus Delivery-Kosten. Projektmarge = Deckungsbeitrag geteilt durch modellierten Projektumsatz. Eine Marge von 30 % bedeutet in diesem Modell, dass nach den berücksichtigten Delivery-Kosten 30 % der Umsatzbasis verbleiben.
Das ist nicht automatisch Unternehmensgewinn: Gemeinkosten, Vertrieb, Ausfallzeiten, Steuern und weitere Kosten können außerhalb der Projektbetrachtung liegen.
Bei einem Festpreis bildet das vereinbarte Honorar die Umsatzbasis. Beispiel: 8.000 € Honorar minus 5.600 € Delivery-Kosten ergeben 2.400 € Deckungsbeitrag und 30 % modellierte Marge.
Prüfe, ob das Honorar zum analysierten Zeitraum gehört. Ein Gesamtprojekt-Honorar gegen nur einen Teil der Stunden zu rechnen würde die Marge künstlich erhöhen.
Bei Stundenabrechnung entsteht die Umsatzbasis nur aus explizit als billable klassifizierten Stunden mal Abrechnungssatz. Ein fehlender Billable-Status darf nicht automatisch als abrechenbar gelten.
Wenn nur 80 % der Zeit einen Billable-Status besitzen, muss die Umsatz-Coverage diese Einschränkung zeigen. Die restlichen 20 % werden nicht erfunden.
Der tatsächliche interne Kostensatz kann Gehalt, Arbeitgeberkosten und produktive Stunden berücksichtigen. ScopeLedger schreibt keine bestimmte Kostenrechnung vor. Fehlt der Satz, kann ein Standardwert die Modellierung ermöglichen – sichtbar als Annahme.
Entscheidend ist, dass ein Fallback nicht wie ein importierter Kundendatensatz aussieht. Bestätige den Wert vor wichtigen Pricing-Entscheidungen.
Umsatz ist nicht Deckungsbeitrag, Billable ist nicht fakturiert und Auslastung ist nicht Profitabilität. Auch eine hohe Marge kann unvollständig sein, wenn nur ein Teil der Stunden klassifiziert wurde.
Dateien bleiben im Browser. ScopeLedger zeigt Datenlücken ausdrücklich an.